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Alzheimer Gesellschaft Augsburg e.V. | |
1. Krankheitsbild DemenzDas Gehirn besteht aus Milliarden Nervenzellen, die über unzählige Verbindungen Informationen austauschen, verarbeiten und speichern.Demenzerkrankungen, wie z. B. die Alzheimer Krankheit, zerstören Nerven- zellen und führen zu anhaltenden Störungen der Hirntätigkeit. Beeinträchtigt sind vor allem Gedächtnis, Sprache und Orientierungsfähigkeit. Eine selbstständige Lebensführung wird immer schwerer. Aber nicht jede Störung der Hirntätigkeit beruht auf einer Demenz. Deshalb ist eine ärztliche Abklärung dringend geboten. Etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz- erkrankung, wobei die Alzheimer-Krankheit mit etwa 60% die häufigste Form ist. Das sind auf unsere Heimatstadt Augsburg bezogen 4000 Demenzkranke - eine Zahl, die gar nicht so dramatisch aussieht. Berücksichtigt man aber auch die Angehörigen, Betreuer sowie Pflegende, so ist die Anzahl der von der Krankheit betroffener Menschen um ein Vielfaches höher. Trotz enormer Anstrengungen der Wissenschaft ist eine Heilung weiterhin nicht möglich. Es ist aber möglich, den Verlauf der Erkrankung durch Medikamente zu verzögern und das Wohlbefinden der erkrankten Personen durch angepassten Umgang und Umgebungsgestaltung positiv zu beeinflussen. Die Fachleute sind sich einig: Die Früherkennung von Demenz- erkrankungen ist ganz wichtig, damit die Betroffenen rechtzeitig Hilfe bekommen! Wo es bei Ihnen in der Nähe Möglichkeiten der diagnostischen Abklärung gibt, erfahren Sie durch unser Alzheimer-Telefon. 2. Wie unterscheidet sich normale Vergesslichkeit von einer Demenz?Es gibt einen normalen Alterungsprozess, der sicher nicht besorgniserregend ist:
(Soziale, geistige und körperliche Aktivitäten) Wichtig ist aber, erste Warnsignale einer beginnenden Demenz zu erkennen und zur Diagnosestellung ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen:
Es steht eine ganze Reihe von medikamentösen aber auch nichtmedikamentösen Maßnahmen zur Verfügung, um den Krankheitsverlauf zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern. Im Übrigen müssen die Angehörigen nach der Diagnosestellung nicht tatenlos zusehen. Sie können durch viele Aktivitäten die belastende Situation für den Erkrankten und sich selbst erträglicher gestalten: 3. Was können Angehörige tun?
Wir schicken Ihnen gerne und kostenlos einen kompakten Ratgeber "Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen" zu. Bitte bestellen Sie per Post, per E-Mail oder telefonisch". PDF 4. Ein kleiner TestAnhand der folgenden Beispiele können Sie erkennen, wie sich Gedächtnisstörungen bei der Alzheimer-Krankheit von der "normalen" Vergesslichkeit unterscheiden.Namen vergessenWenn ein normal Vergesslicher den Namen einer Person oder eines Gegenstandes vergisst, erinnert er sich in der Regel später daran. Alzheimer-Patienten vergessen aber die Person an sich, an deren Namen sie sich erinnern wollten.Verlegen von GegenständenVerlegt jemand einen Gegenstand wie z. B. seine Schlüssel, ist das normale Gehirn in der Lage ihn zu finden, indem es Schritt für Schritt zurückdenkt. Alzheimer-Patienten erinnern sich nicht an das letzte Mal, an dem sie ihre Schlüssel in der Hand hielten oder sie stricken sich ihre eigene Geschichte, wie sie die Schlüssel verloren haben könnten.Geschichten und GeschehnisseWährend viele Menschen Abschnitte von Geschichten oder unwichtige Fakten eines Geschehnisses vergessen, erinnern sich Alzheimer-Patienten weder an die Geschichten noch an die Geschehnisse selbst.KurzzeitgedächtnisIn der Regel vergisst das Gehirn eher Ereignisse, die vor langer Zeit passierten als Ereignisse, die vor kurzem stattfanden. Dagegen vergessen Alzheimer-Patienten meistens, was einige Minuten zuvor geschah.GedächtnishilfenNormal vergessliche Menschen nutzen Gedächtnisstützen und Merkzettel besser als Alzheimer-Patienten.OrientierungNormal Vergessliche verlieren nie die Fähigkeit sich selbst zu orientieren. Zum Beispiel ist es durchaus normal, beim ersten Aufwachen in einer neuen oder ungewohnten Umgebung zu vergessen, wie man dorthin gelangte oder wo man sich befindet. Aber normal Vergessliche wissen sich zu behelfen, indem sie im Raum herumschauen, nach draußen sehen und nach Hinweisen zum Aufenthaltsort suchen. Alzheimer-Patienten verlieren die Fähigkeit zu suchen und Hinweise zu verwenden, die sie bei der Orientierung unterstützen.WiederholungenEs kann vorkommen, dass normal vergessliche Menschen entfernten Freunden noch einmal die gleiche Geschichte erzählen. Alzheimer-Kranke erzählen die gleiche Geschichte mehrmals innerhalb einer Stunde derselben Person.Videogalerie Demenz Wikipedia Alzheimer-Krankheit Wikipedia Mini-Mental-Status-Test Wikipedia DemTect Wikipedia Uhren-Zeichen-Test Wikipedia vfa.de - Alzheimer-Selbsttest D_Mini-Mental_Uhrentest_Internet.pdf MMSE_und_Uhrentest_d.pdf |
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