Der langjährige Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Augsburg, Dr. Jens Schneider, ist mit der Bayerischen Staatsmedaille für Verdienste um Gesundheit und Pflege ausgezeichnet worden. Dr. Schneider nahm die Auszeichnung im oberfränkischen Schloss Fantaisie bei Bayreuth aus den Händen der bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml entgegen. Die Ministerin lobte das langjährige Engagement des früheren Apothekers, der, so Huml, durch seine „beispiellose Arbeit einen wichtigen ehrenamtlichen Beitrag für die Gemeinschaft geleistet“ habe.

Jens Schneider gehört zu den Gründungsmitgliedern der Alzheimer Gesellschaft Augsburg und war bis vor kurzen ihr Erster Vorsitzender. Federführend hat er, so heißt es in der Laudatio, „eine kompetente Anlaufstelle für Menschen mit Alzheimer und Demenz, für Angehörige und für Fachpersonal etabliert. Angestoßen hat er auch ein „Alzheimer-Telefon“ als Erstanlaufstelle und ein Tableau an zahlreichen Vorträgen und Informationsveranstaltungen. Noch immer arbeitet Jens Schneider im Vorstand mit.

Jörg Fröhlich, seit einigen Monaten Nachfolger Schneiders im Amt des Vereinsvorsitzenden, freut sich mit: „Ohne Jens Schneider wäre das Theme Demenz in der Augsburger Öffentlichkeit nie so präsent geworden. Er hat diese Ehrung mehr als verdient!“


News

27. Juli 2026
Unterwegs – ein Spaziergang für Senioren und Menschen mit Demenz  Das erste Halbjahr 2026 hat einige Überraschungen gebracht. Eine Wanderung musste ausfallen, weil der öffentliche Personennahverkehr in Augsburg gestreikt hat. Eine zweite Wanderung haben wir wegen angekündigten fast 40 Grad Celsius abgesagt. Ansonsten haben wir mit dem Wetter aber immer Glück gehabt und die kleine Fotogalerie soll zeigen, wie vielfältig unser Programm war und wie sich eine fröhliche Truppe immer wieder zu anregenden Spaziergängen und einem gemeinsamen Mittagessen zusammengefunden hat. Nach der Sommerpause im August werden wir unsere Wanderungen am Donnerstag, den 10. September wieder starten. Der Wanderplan für die zweite Jahreshälfte wird spätestens ab Mitte August vorliegen. Einige der Wanderfreunde haben angeregt, dass wir uns im August als „Überbrückungsmaßnahme“ zumindest einmal zum Essen treffen. Wenn ihr wollt: Wir treffen uns am Donnerstag, den 13. August, um 12 Uhr an der Haltestelle Volkssiedlung der Straßenbahnlinie 2 (Richtung Haunstetten Nord). Wir machen einen gemütlichen Spaziergang (ca. 30 Minuten) zum Jägerhaus in Siebenbrunn. Nach einem gemeinsamen Mittagessen (bei schönem Wetter im Biergarten oder alternativ in den Gasträumen) geht es wieder zurück zur Haltestelle Volkssiedlung. Für diejenigen, die noch einen ausgiebigeren Spaziergang machen wollen, können wir auf schattigen Waldwegen die Sportanlage Süd ansteuern. Bitte wenn möglich spätestens einen Tag vorher bei Jens Schneider (Telefon 0821/813848) anmelden. Wir wünschen euch eine schöne und nicht zu heiße Sommerzeit und freuen uns im September auf viele bekannte und auch gerne neue Gesichter. Peter Bley, Dieter Scherer und Jens Schneider
30. Januar 2026
Am 19. Dezember 2025 fand beim Chor Grenzenlos wie schon Tradition ein Weihnachtssingen zum Abschluss eines ereignisreichen Jahres statt. Auch war der Tag wieder Anlass, unserer verehrten Chorleiterin Martina Hellmann Dank zu sagen für viele vergnügte Freitage, die etwa 100 Seniorinnen und Senioren wöchentlich genießen durften. Dass diese Ehrung getoppt wurde durch den Besuch der Oberbürgermeisterin der Stadt Augsburg, kam unerwartet und wurde mit tosendem Applaus quittiert. Was den Chor sehr gefreut hat, war die Tatsache, dass die Oberbürgermeisterin Eva Weber nicht nur eine kurze Stippvisite absolvierte, sondern sich auch als aktive Sängerin in den Reihen des Chores eine Stunde Zeit nahm, den Chor Grenzenlos mit Martina Hellmann zu erleben. Frau Weber durfte auch miterleben, wie am Ende der Stunde Martha Schwarz, eines unserer ältesten Chormitglieder, und das im doppelten Wortsinn, sich im Namen des Chores bei „unserer Martina“ bedankte. Strahlende Gesichter, wo man hinsah und das Gefühl, dass der Besuch der Oberbürgermeisterin die Wertschätzung ausdrückt, die die Stadt Augsburg der Sing- und Musikschule mit ihrem Leiter Karl Höldrich, unserer Chorleiterin Martina Hellmann und dem Projekt „Chor Grenzenlos“ entgegenbringt.
1. Januar 2026
Wie immer hat die Alzheimer Gesellschaft ihren guten Draht zum Nikolaus genutzt, um auch in diesem Jahr seinen Weg nach Augsburg zu führen. Schon am 1. Dezember besuchte er den musiktherapeutischen Singkreis der Nachtigallen, um die Sängerinnen und Sänger für ihren engagierten Gesang zu loben. Der besondere Dank galt natürlich Frau Andrea Geis, unter deren Leitung ein fröhliches Gezwitscher jeden Monat stattfand. Weiter führte den Nikolaus dann sein Weg zum ökumenischen Gottesdienst in der St. Anna-Kirche am zweiten Advent. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken im Augustanasaal war der Andrang so groß, dass der Nikolaus nur mit der Unterstützung von zwei Engeln seine sehr liebevolle Ansprache und die Verteilung von einer weihnachtlichen Wegzehrung erledigen konnte. Dass er es dann sogar noch bis zum 11. Dezember in Augsburg ausgehalten und die Abschlussfeier der Wandergruppe bereichert hat, dafür gebührt ihm ein besonderer Dank. Die Alzheimer Gesellschaft wünscht sich sehr, dass der Nikolaus gut erholt auch im nächsten Jahr wieder in Augsburg aktiv sein kann.
20. September 2025
Ganz links unser 1. Vorsitzender Jörg Fröhlich, dann von links das Beratungsteam mit Anne Weber, Brigitte Zitarosa, Rita Gaßlbauer, Lisa Schuster und Jens Schneider. Leider verhindert beim Fototermin war Michael Schweiger. Seit der Gründung unserer Gesellschaft im Jahr 2009 bieten wir mit dem Alzheimer-Telefon eine kostenfreie Beratung für Betroffene, pflegende Angehörige und an der Thematik interessierte Mitbürger an. Damit sie mit den Stimmen am Telefon auch Gesichter verbinden können, hat sich das Team des Alzheimer-Telefons mit dem 1. Vorsitzenden zu einem Fototermin getroffen. Dieser fand übrigens statt im Rahmen eines Gedankenaustausches, der mit allen MitarbeiterInnen am Telefon in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird. Er dient der kritischen Diskussion von schwierigen Beratungsfällen aber auch der Fortbildung zu allen wichtigen Neuerungen rund um das Thema Demenz. Das Team des Alzheimer-Telefons freut sich auf ihren Anruf und bietet gerne auch einen persönlichen Beratungstermin in unserem Büro an.
11. Juni 2025
Jörg Fröhlich (Vorsitzender Alzheimer Gesellschaft Augsburg) und Prof. Dr. Wolfgang Kämmerer (Vorsitzender Rotary Club Augsburg) Rotary Club Augsburg spendet 2.000 Euro – Stärkung für Teilhabeangebote der Alzheimer Gesellschaft Mit großer Freude durfte die Alzheimer Gesellschaft Augsburg am 10. Juni 2025 eine Spende in Höhe von 2000 Euro entgegennehmen. Überreicht wurde der symbolische Scheck von Prof. Dr. Wolfgang Kämmerer, dem Vorsitzenden des Rotary Club Augsburg, an Jörg Fröhlich, den Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Augsburg. „Es ist uns ein besonderes Anliegen, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen aktiv zu unterstützen. Teilhabe am gesellschaftlichen Leben darf keine Frage der Diagnose sein. Deshalb fördern wir Projekte, die Begegnung, Bewegung und Miteinander ermöglichen.“ so Prof. Kämmerer bei der Übergabe der Spende. Die Spende wird gezielt für Angebote der gesellschaftlichen Teilhabe eingesetzt – kleine, aber wirkungsvolle Projekte, die für Betroffene und Angehörige oft einen großen Unterschied machen. Dazu zählen unter anderem: Chor – gemeinsames Singen „Museum mobil“ : Besuche kultureller Orte wie Museen oder Klöster – ein Zugang zu Bildung, Erinnerung und Inspiration. Ökumenischer Gottesdienst mit anschließendem Beisammensein und Kaffeetrinken Gesprächskreise und Selbsthilfegruppen : Räume für Austausch, Verständnis und gegenseitige Stärkung – online und vor Ort. Seminarreihe „Hilfe beim Helfen“ : Wissen und praktische Tipps für pflegende Angehörige. Das Alzheimer-Telefon : Erste Hilfe in schwierigen Momenten – mit Herz, Verstand und Zuhören. Jörg Fröhlich betonte: „Solche Angebote sind mehr als nur Begegnung – sie schenken Menschen mit Demenz das Gefühl, gesehen und eingebunden zu sein. Dass der Rotary Club Augsburg unsere Arbeit auf diese Weise unterstützt, ist ein starkes Zeichen der Solidarität. Wir sind sehr dankbar.“ Über den Rotary Club Augsburg Der Rotary Club Augsburg wurde 1951 gegründet und ist mit rund 90 Mitgliedern der älteste der fünf Rotary Clubs in der Stadt. Als Teil des internationalen Netzwerks von Rotary engagiert sich der Club seit Jahrzehnten für gemeinnützige und soziale Projekte – regional und weltweit. Rotary International wurde 1905 von Paul Harris in den USA gegründet und zählt heute rund 1,2 Millionen Mitglieder in über 34.000 Clubs weltweit. Zu den globalen Projekten gehören u. a. der Kampf gegen Kinderlähmung (End Polio Now) und der Zugang zu sauberem Trinkwasser. Herzlichen Dank! Die Alzheimer Gesellschaft Augsburg bedankt sich herzlich beim Rotary Club Augsburg für die großzügige Spende und das Vertrauen in unsere Arbeit. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Menschen mit Demenz mitten in unserer Gesellschaft bleiben – mit Würde, mit Unterstützung, mit Teilhabe.
24. Februar 2025
Strahlende Gesichter: Martina Hellmann freut sich mit der Oberbürgermeisterin Eva Weber über die Medaille „Für Augsburg“. © Ruth Plössel, Pressestelle Stadt Augsburg Jährlich ehrt die Stadt Augsburg Personen mit der Medaille „Für Augsburg“, die sich ehrenamtlich für die Stadtgesellschaft engagieren. Am 5. Februar 2025 wurde im Rahmen eines Festaktes im Kleinen Goldenen Saal diese Auszeichnung an elf Frauen und Männer durch die Oberbürgermeisterin übergeben. Der Chor Grenzenlos freut sich und ist auch ein bisschen stolz, dass „unsere Chorleiterin Martina Hellmann“ unter den Geehrten ist. Die Oberbürgermeisterin hob in ihrer Laudatio das umfangreiche ehrenamtliche Engagement von Martina Hellmann hervor und ging besonders auf ihren Einsatz für den Chor Grenzenlos ein, der jeden Freitag bei der Chorprobe für zirka 100 Seniorinnen und Senioren mit und ohne Einschränkungen ein Höhepunkt der Woche darstellt. Martina Hellmann hat mit ihrer mitreisenden, humorvollen und einfühlsamen Art diese Auszeichnung mehr als verdient. Der Chor Grenzenlos gratuliert ganz herzlich.
30. Oktober 2024
Bild: Chiara Lang Am 22. September 2024 hatte der Bezirk Schwaben zu einem Konzert-, Theater- und Informationsnachmittag eingeladen. „Lebensfreude trotz(t) Demenz“ lautete das Thema, zu dem die Pflegebeauftragte des Bezirks Schwaben, Melanie Melitta Hippke, auch den Chor Grenzenlos eingeladen hatte. Ein Auftritt in dem wunderbaren Ambiente des Parktheaters war natürlich für alle Chormitglieder ein wunderbares Erlebnis und gleichzeitig ein kleines Jubiläum auch für unsere verehrte Chorleiterin Martina Hellmann. Nach einem ersten öffentlichen Auftritt aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Alzheimer Gesellschaft im Rathaus im Jahr 2019 folgten viele weitere Engagements an prominenten Orten in Augsburg. Dass ein fünfjähriges Bühnenjubiläum im Jahr 2024 im Parktheater gefeiert werden konnte hat alle Chormitglieder sehr gefreut. Mit einem Blumenstrauß und rauschendem Beifall haben sie sich bei ihrer Chorleiterin Martina Hellmann für fünf wunderbare und erlebnisreiche Jahre bedankt.
23. April 2024
Interview mit dem 1. Vorstand Jörg Fröhlich  Am Mittwoch, den 10. April 2024, fand in Augsburg der erste Demenz-Screeningtag statt. Bürgerinnen und Bürger aus Augsburg und Umgebung konnnten im „Wohnzimmer" im Schwabencenter (in der Ladenpassage) ihre Gedächtnisleistung kostenfrei und mithilfe eines wissenschaftlichen Kurztests überprüfen lassen. Dazu lud digiDEM Bayern (das Digitale Demenzregister Bayern) gemeinsam mit seinem Kooperationspartner, dem Augsburger KompetenzNetz Demenz, herzlich ein. Ziel von digiDEM Bayern ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz und deren pflegenden An- und Zugehörigen nachhaltig zu verbessern. Gefördert wird digiDEM Bayern vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP). Demenzerkrankungen werden nach wie vor zu wenig diagnostiziert Einer deutschen Studie zufolge leben 60 Prozent der an Demenz Erkrankten ohne eine gesicherte Diagnose. Gleichzeitig wird die Demenz-Diagnose meist sehr spät und häufig erst bei fortgeschrittener Symptomatik gestellt. Dabei ist es für Menschen mit kognitiven Einschränkungen und ihre Angehörigen von großer Bedeutung, frühzeitig Gewissheit zu haben. Je früher eine Demenz erkannt wird, desto früher lernen Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen mit den Krankheitssymptomen umzugehen. Eine frühe Diagnose bringt die Betroffenen weiter, denn sie können gemeinsam mit ihren An- und Zugehörigen und ohne Zeit zu verlieren Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten in die Wege leiten. Über digiDEM Bayern: digiDEM Bayern baut ein digitales Demenzregister für Bayern auf, um den Langzeitverlauf der Erkrankung besser zu verstehen und die Versorgungssituation von Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörigen in ganz Bayern zu verbessern. Dafür werden Menschen mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen oder Demenz und ihre pflegenden An­ und Zugehörigen zu ihrer Situation systematisch befragt. Mit 1.500 Studienteilnehmenden aus ganz Bayern hat das Digitale Demenzregister Bayern (digiDEM Bayern) mittlerweile einen Rekordstand erreicht. Damit ist digiDEM Bayern das größte Demenzregister in Deutschland und gehört im Bereich Demenzforschung zu einem der umfangreichsten Projekte zur Erfassung von Langzeitdaten in der Europäischen Union (EU). Darüber hinaus entwickelt digiDEM Bayern digitale Angebote für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und Demenz sowie für pflegende An- und Zugehörige und ehrenamtliche Helfer*innen. So gibt es zum Beispiel die „Angehörigenampel " , einen kostenlosen, anonymen Selbsttest, der pflegenden An- und Zugehörigen mittels gezielter Fragen den Grad ihrer persönlichen Belastung anzeigt und ihnen damit einen Anstoß zur Veränderung der Lebenssituation gibt. Zu den weiteren digitalen Angeboten gehören unter anderem ein Hörtest, ein Wissenstest Demenz, ein Online-Fragebogen, mit dem nahestehende Personen von Betroffenen deren kognitiven Abbau einschätzen können, der Online-Fragebogen digiDEM Bayern DEMAND® sowie Live-Webinare inklusive Mediathek und der Science Watch-Newsletter. digiDEM Bayern ist ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Friedrich-Alexander­ Universität Erlangen-Nürnberg, des Universitätsklinikums Erlangen und des Innovationsclusters Medical Valley Europäische Metropolregion Nürnberg. Gefördert wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit , Pflege und Prävention (StMGP) im Rahmen des Masterplans „BAYERN DIGITAL 11". Weitere Information und die digitalen Angebote finden Sie hier: https://digidem-bayern.de/
29. März 2024
Pressemitteilung des Seniorenbeirats der Stadt Augsburg vom 25. März 2024 Jede Menge Arbeit für Augsburgs Seniorenbeirat Die Zahl der älteren Semester wächst. Das birgt nicht nur zunehmend Probleme für die aktuell wieder viel diskutierte Rentenkasse, sondern wirkt sich in vielen Lebensbereichen aus. Das wurde auch deutlich bei der jüngsten Sitzung des Augsburger Seniorenbeirates unter Vorsitz von Dr. Robert Sauter. Das mehr als 40-köpfige Gremium zeigte eine Fülle von Problemfelder auf, die von A wie Altenhilfe bis Z wie Zuwanderung reichen. Viel Arbeit also für die Seniorenvertretung in diesem und den kommenden Jahren. Ein Dauerbrenner sind die aus Sicht des Beirats – zumindest für Senioren – zu teuren Tarife für Bus und Bahn. Entsprechende Anträge, etwa mit dem Ziel, dass das Seniorenticket schon ab 8.30 Uhr (oder früher) gilt, wurden immer wieder abgelehnt. Dennoch müsse man, so Sauter, an diesem Thema dranbleiben. Bevor die Tarife erneut „angepasst“ werden, wolle man auf Verbesserungen speziell für die ältere Generation drängen. Im Blick hat das Gremium beim Thema Verkehr auch fußgängerfreundliche Lösungen in der Stadt, etwa indem mehr Übergänge mit Zebrastreifen geschaffen werden und der bereits gut angelaufene barrierefreie Ausbau weitere vorangetrieben wird. Oder auch das kostenlose E-Bike-Training für Senioren, das wieder an den Samstagen, 4. und 25. Mai, sowie am 22. Juni bei der Verkehrswacht läuft. Erforderlich ist allerdings eine telefonische Anmeldung unter den Rufnummern (0821) 324-4324, -4325 oder -4331. Während man hier mit einem Telefonat noch zurechtkommt, bereitet älteren Herrschaften die zunehmende Digitalisierung, die an sich positiv bewertet wird, zunehmend Probleme. „Nicht jeder hat ein Smartphon oder kann es sich nicht leisten“ und „nicht jeder kommt mit Online-Anträgen zurecht“, hieß es. Deshalb wird auf die Vorschrift verwiesen, dass alle städtischen Dienstleistungen auch analog angeboten werden müssen. Begrüßt werden Neuerungen wie die Hilfe durch Bedienstete bei Antragsstellungen oder die Tatsache, dass man wieder unangemeldet bei entsprechenden Ämtern der Stadt vorsprechen kann. Angebote, um in der modernen Welt besser zurechtzukommen, hat auch der Seniorenbeirat auf der Agenda, etwa wenn es um digitale Haushaltshelfer (6. Mai) oder um Online-Banking (wieder am 15. April, 15. Mai oder 6. Juni um 10 Uhr in der Impulswerkstatt der Stadtsparkasse Augsburg, Halderstraße) geht. Wie man auf unterhaltsame Weise vor kriminellen Machenschaften warnen kann, hat eindrucksvoll und mit viel Zuspruch das vom Seniorenbeirat präsentierte Theater „Lug und Betrug“ gezeigt. Gewarnt wird zusammen mit der Polizei u.a. vor dem Enkeltrick und seinen Variationen. Diese Info-Kunst wird erneut am 18. Juni und am 22. Oktober im Zwölf-Apostel-Saal in Hochzoll aufgeführt. XY-ungelöst sind hingegen andere Probleme, etwa die Wohnungsnot. Nicht nur wegen der Zuwanderung und weil mehr Münchner in Augsburg wohnen wollen, wachsen hier die Sorgen, Hinzu kommt, dass wegen höherer Zinsen weniger gebaut wird. Quo vadis? Das gilt auch im Bereich Altenhilfe und Pflege. Engpässe gibt es zunehmend in der Kurzzeitpflege. Grundsätzlich fehlen immer mehr Pflegekräfte, weshalb sich der Seniorenbeirat dafür stark machen will, dass die Stadt hier mehr Mittel bereitstellt. Dass der Seniorenbeirat unheimlich aktiv ist, betonte Sozialreferent Martin Schenkelberg in seinem Statement. Er zählte aber ebenfalls eine Fülle von Problem- und Tätigkeitsfeldern auf, die vom gerade eröffneten Pflegestützpunkt im Jakobsstift, über Mittagsangebote und fehlende Räume für die Seniorenarbeit bis zum Ehrenamt und seine Hürden reicht. Und dann bereiten ihm auch das Thema „Einsamkeit“ Sorgen, das durchaus auch jüngere Menschen trifft.  Der Augsburger Seniorenbeirat kann immerhin auf so manche gesellige Veranstaltung verweisen, etwa auf den Altennachmittag auf dem Frühjahrsplärrer am 9. April für den es am 2. April von 11 bis 13 Uhr im Schaller-Festzelt entsprechende Gutscheine gibt. Treffen kann man sich nicht zuletzt auch beim beliebten Ulrichfest am 6. Juli, zu dem der Seniorenbeirat einlädt, dessen Sitzungen übrigens öffentlich sind. Nächster Termin: 21. Mai, 9.30 Uhr. Mehr Infos zu diesen und anderen Themen unter „Seniorenbeirat der Stadt Augsburg“ im Internet.
5. Mai 2023
Nach diversen Auftritten war der Chor Grenzenlos mit seiner Chorleiterin Martina Hellmann gebeten worden, sich auch im Rahmen des Fachtages „Teilhabe und Demenz“ in Augsburg am 26. April 2023 zu präsentieren. Gerne ist man dieser Aufforderung der Fachstelle für Demenz und Pflege Schwaben nachgekommen. Im Rahmen des Auftritts hat Frau Hellmann das Konzept des Chores in ihrer humorvollen Art „locker vom Hocker“ dargestellt mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass der Chor in Schwaben viele Nachahmer findet. Verbunden war dieser Wunsch mit der „Drohung“, den ersten Chor, der sich aus Anlass dieses Fachtages etabliert hat, zu einem gemeinsamen Singen mit dem Chor Grenzenlos zu besuchen. Allen Chormitgliedern und Martina Hellmann hat es wieder viel Spaß gemacht und Zugabewünsche des offensichtlich begeisterten Publikums wurden natürlich routiniert erfüllt.
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